Kroatien: Küste

Nachdem wir den Nationalpark hinter uns gelassen haben warten nur noch einige Höhenmeter auf uns und zack - da ist es, das Meer.


Die Abfahrt von knapp 1000 m ü.M. hinunter auf Meereshöhe über langgezogene, einsame Serpentinen war großartig!! Mit dem Wind im Rücken und Adrenalin im Blut radeln wir nochmals nordwärts, um in Prizna mit der Fähre auf die Insel Pag überzusetzen. Lonely Planet informiert uns, dass die Insel mit ihrer flachen Topographie bestens für Velofahrer geeignet ist und das glauben wir ihm gerne. Die Landschaft ist geprägt durch hellen Kalkstein, karg und sonnenverbrannt zur einen Seite, grün bewachsen zur anderen. Auf den Weiden grasen die Schafe die salzigen Wiesen ab und erst dadurch wird deren Milch besonders wertvoll. Dieser salzige Geschmack ist nämlich charakteristisch für den inseleigenen Käse Paški sir, eine Spezialität welche wir nur zu gern in unseren Menüplan aufnehmen!

In den nächsten Tagen wechseln sich sehenswerte Städte mit wunderschönen Küstenstreifen ab. Wir sind gar nicht unglücklich über die ansteigenden Serpentinen - denn die Aussicht welche wir jeweils zur Belohnung bekommen ist so einige Schweißtropfen wert. Das gemütliche Tempo auf dem Velo lässt uns Zeit, unsere Blicke schweifen zu lassen und immer wieder Neues zu entdecken. Wir sind oft alleine unterwegs auf den Strassen, und auch in den Städten ist noch nicht viel los. Ohne Mühe finden wir ein Sobe - eine Privatunterkunft bei gastfreundlichen Kroaten - und erholen uns an Ostern in der Hafenstadt Split.



Nicht zu vergessen: ein neuer Monat hat begonnen, Zeit für Appenzeller Nr. II 

Danke Beat!!!


Der Wundertrank soll uns Energie bei den nächsten Höhenmeter geben, uns den Wind von allen Seiten erträglicher erscheinen lassen, die Schläge auf der Weiterfahrt über holprige Balkanstrassen abfedern und alle We-wehli von uns vertreiben.  In dem Sinne: Proooost!!!


Da uns die Insel Pag sehr gut gefallen hat entscheiden wir uns, in Split nochmals ein Fährticket zu lösen. Anstelle auf dem Festland der Küste entlang zu fahren wollen mit Korčula eine weitere Insel der Adria zu erkunden. Die Landschaft ist im Vergleich zu Pag sehr grün, die Strassen somit gesäumt von Wäldern und das Profil, sagen wir mal, hügelig. Der Wind bläst von allen Seiten, von hinten eher selten und nur dort, wo es mächtig Höhenmeter bergauf zu überwinden gibt. So brauchen wir für etwas mehr als 40 Km etwas mehr als 3.5h.... Wenn ich dann noch sage, dass es die letzten knapp 10 Km bergab ging könnt ihr euch vorstellen, dass es ein rechter Chrampf war, unsere Velos über die Insel zu manövrieren. Aber ja, das Gute kommt zum Schluss und wir übernachten im schönen Städtli Korčula, direkt am Meer, der (angeblichen) Geburtsstätte von Marco Polo.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    fahraway (Donnerstag, 09 April 2015 07:10)

    Update von der Wild-Camp-Front: Noch immer negativ, M&M.
    Ein warmes sobe mit Dusche und Bett sowie noch kalte, windige Nächte sind zu starke Argumente dagegen... :-)

  • #2

    Sabi (Sonntag, 12 April 2015 22:46)

    Immer wider schön vo eunä Abenteuer z läsä.Mir sind gad in Mallorca im Trainingslager,ha gad a dich Kathrin müese dänkä.Sind jo Au Mol Zimmer gspändli gsi.Än Gruess no vo dä Daniela