Unterwegs im Balkan

Die Bedenken bezüglich schlechter Strassenverhältnisse und gefährlicher Autofahrer war völlig unbegründet.

Manchmal ist es gar nicht ganz so einfach, bei knapp 25 km/h (weil Schnellstraße) unsere Velos sicher um die Belagschäden zu zirkeln, zumal wir meist nur eine Hand am Lenkrad haben, die andere wird ja schließlich zum Winken gebraucht! Mit den bisherigen Strassenverhätlnissen in Kroatien, Montenegro und Albanien sind wir jedoch sehr zufrieden.

Durch den frisch fertiggestellten Autobahntunnel dürfen wir leider nicht. Schade eigentlich, bis jetzt haben wir nur gute Erfahrungen gemacht mit der Autobahn in Albanien. Auf dem Seitenstreifen sind maximal 40 Km/h erlaubt und ausser mit anderen Velofahrer mussten wir "unsere" Spur nur mit einigen Fußgängern oder Töffli Fahrern teilen.

Aber in diesem Fall sind wir glücklich, dass wir über die alte Passstrasse geleitet werden, diese ist nämlich ebenfalls frisch asphaltiert und dank dem Tunnel beinahe autofrei.

Mir kommt mitunter gar der Gedanke, das Straßennetz weiter zu erkunden und einen Veloreiseführer für Albanien zu erstellen. Immer öfter kommt es vor, dass wir mehrere Stunden durch abgelegene Dörfer fahren und uns über Pässe mit atemberaubenden Aussichtspunkten schlängeln um dann rasante Abfahrten ohne Verkehr zu geniessen. Höchstens Esel, Ziegen und Schafe könnten das Projekt gefährden, denn die Strassen wirken (fast) ausnahmslos kürzlich saniert.

Nach dem Qade Thane Pass sind wir noch zu früh unterwegs, denn die Strasse ist über etwa 10 km mitten im Bau. Vom Abbruch der alten Strasse über Schotterpisten bis zum neu eingebauten Asphaltbelag erleben wir die verschiedenen Arbeitsschritte des Strassenbaus. Ein bisschen besser verstehen wir nun, warum es unterwegs so viele Lavash (Autowaschstationen) gibt, schließlich werden die Autos staubig. Aber uns scheint, als ob es für jedes Auto im Balkan eine Lavash Stelle gibt. Gut für uns, dass die Albaner ihre Autos so hegen & pflegen, so fahren sie nämlich auch im hektisch Stadtverkehr von Tiranë vorsichtig und wir kommen überall sicher an.

 

Während einigen Wochen haben wir nun verschiedene Länder im Balkan kennengelernt und bedanken uns für die gemütliche Zeit an unterschiedlichen Stränden, wo wir Menschen beim Schlendern beobachten, Kaffee trinken (Kathrin) und Sonne tanken durften. Wir sagen danke für die Strassen, die Gastfreundschaft und das Panorama! 

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Kommentare: 3
  • #1

    Sabi (Donnerstag, 23 April 2015 23:21)

    Hallo Velofründe
    Dankä vill Mol für diä schön Chartä,ha mi riesig drüber gfreut und mi vo dä Ared sehr geehrt gfühlt.

  • #2

    Fabian R. (Samstag, 25 April 2015 19:55)

    Krass, ihr seid ja wirklich die Strasse von Korçë nach Gjirokastra gefahren, die ist superschön! Geniesst Griechenland!

  • #3

    Fahraway (Montag, 27 April 2015)

    @ Fabian: Die Strasse von Korçë nach Gjirokastra war landschaftlich wirklich wunderschön und praktisch autofrei! Da wir noch ein wenig Zeit haben bis nach Istanbul haben wir diese "Zusatzschlaufe" noch eingebaut. Du hast ja voraus gesagt, dass Istanbul in zwei Monaten gut zu schaffen ist!