Staunen in Griechenland 

Weit weg von EU-Krise, Inseltourismus und Ouzo finden wir viel Natur, Berge und trinken Tsipouro.

Unser Ziel im Epirus, der griechischen Gebirgslandschaft, ist zuerst einmal das kleine Bergdorf Monodenri. Ja, Bergdorf meint viele Höhenmeter und ein gemütliches Tempo... Mit müden Beinen erreichen wir unsere Unterkunft erst gegen Abend und werden dort von unserem Gastgeber mit einem leckeren Fetakuchen empfangen! Mmmh!! Die Wanderung durch die Vikos Schlucht trägt nicht unbedingt zur Regeneration der Velobeine bei, dem Muskelkater nach zu urteilen werden dafür mal wieder andere Muskelgruppen gebraucht... Die - gemäß Guinness Buch  der Rekorde Eintrag von 1997 - tiefste Schlucht der Welt ist definitiv ein Besuch wert.

Bevor es weitergeht zum nächsten Highlight haben wir den Katara Pass vor uns. Wir sehen zwar die Straßensperre denken uns jedoch nicht viel dabei, ein anderer Weg kommt für uns ohnehin nicht in Frage. Ob es wegen der vielen Strassenschäden ist? Ah,  wohl eher weil kein Winterdienst stattfindet, sind wir uns sicher als wir auf 1700 m ü. M. unsere Velos durch den Schnee schieben. Uns solls recht sein, so haben wir nämlich eine garantiert autofreie Abfahrt vor uns! Später erklärt man uns dann, dass aufgrund der neuen Autobahn der Pass bereits seit vier Jahren für Autos gesperrt ist und somit perfekt geeignet für Velofahrer ist!

Nach einer langen Abfahrt gehts für uns dann zurück in den farbenfrohen Frühling nach Kalambáka, am Fusse der mächtigen Meteora-Felsen. Metéoros bedeutet im altgriechischen "in der Schwebe", und ja, in schwindelerregender Höhe schweben über uns die mittelalterlichen Klöster! Bereits von weitem können wir die faszinierenden Felsformationen bestaunen. Ganz klar, dass unsere Velos am nächsten Tag wieder eine Pause bekommen, und wir die verschlungenen Wegen zu den Klöstern erkunden werden!!!


Die Weiterfahrt geht danach Richtung Olymp, ein weiteres geschichtsträchtiges Gebiet. Hier wurden schließlich die Olympischen Spiele der Antike ausgetragen! Yannis, ein Gastgeber der Warmshowers community beherbergt uns und weiss sehr viel über seine nähere Umgebung zu erzählen. Beim griechischen Abend belehrt er uns dann auch bezüglich der griechischen Ess- und Schnapskultur. Der bekannte Anisschnaps Ouzo sei etwas für Touristen, der ursprüngliche und wahre Branntwein wäre der Tsipouro (lecker sind beide). Auch er bekommt in Verbindung mit Wasser ein milchiges Aussehen doch er ist viel feiner und reiner im Geschmack, also dann: Jamas! Prost! 

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Kommentare: 2
  • #1

    Maya, Bernadette und Hansueli (Samstag, 09 Mai 2015 13:09)

    Hallo zusammen. Gespannt verfolgen wir eure Reise und staunen, wie weit ihr schon gekommen seid! Die Landschaftsbilder sind herrlich und lösen Fernweh aus! Liebe Grüsse aus der Schweiz!

  • #2

    • Takis & Michael (Sonntag, 10 Mai 2015 21:15)

    Liebe Kathrin und lieber Christian,
    wir sind wieder in Deutschland gelandet. Dass Ihr den Katarapass mit zwei Rädern passiert habt hat uns sehr erfreut. Wir haben es mit vier angetrieben Räder nicht vollbracht, da kann man sehen dass das Auto nicht immer von Vorteil ist. Wir werden Euren weitern Weg Interesse verfolgen.
    Viel herzliche Grüße aus Wolfsburg und Mörfelden-Walldorf