Istanbul 

Mit der Fähre von Tekirdağ via Marmara Insel nach Istanbul - zwei Monate Reisezeit sind vorbei und wir sind in der Stadt am Bosporus angekommen.

Bereits in Tekirdağ waren wir unsicher, ob es für uns mit den beiden Velos eine Möglichkeit gibt, auf dem Wasser nach Istanbul zu gelangen. Auf der Karte sind Fährverbindungen eingezeichnet, doch einen Fahrplan oder Ähnliches haben wir vor Ort nicht gefunden. Mangels türkischer Sprachkenntnisse haben wir uns dann auf Fingerzeichen verlassen, und siehe da: wir haben die Fähre erwischt und tuckerten gegen Abend auf die Marmara Insel zu!

Es ist eine kleine Insel im Marmara Meer welche sehr bekannt ist für den Abbau von Marmor. Bereits im Nachbarland Griechenland haben wir Werbeanzeigen für diesen Marmor gesehen. Im Sommer wird die Insel dann auch von Badegästen besucht, diese geniessen die entspannte Atmosphäre fernab vom Trubel der Städte. Auch wir freuen uns nochmals auf Natur und Ruhe, bevor es am nächsten Tag ins laute, pulsierende und hektische Istanbul gehen soll.

Doch wird es das wirklich? Der Hotelbesitzer hat uns nämlich mit grosser Bestimmtheit versichert, dass das Schnellboot nur Personen und keine Fahrräder transportiert... Oh je, müssen wir tatsächlich wieder zurück nach Tekirdağ, um dort einen Bus nach Istanbul zu besteigen? Ach was, so ein kleines, kompaktes Velo wird doch bestimmt ein Plätzchen finden auf der Fähre... Und wir haben Glück, denn am Billettschalter erfahren wir, dass das Schnellboot 3 Fahrräder an Bord erlaubt. Und so erreichen wir ganz bequem, nach einem lohnenswerten Abstecher auf die Marmor Insel, die 14 Millionenmetropole Istanbul!


Wir freuen uns sehr, dass alles so gut geklappt hat und die Freude ist auch gross beim Wiedersehen mit unserer Freundin Gül! Sie hat uns eine Unterkunft organisiert und hilft uns dabei, die Orientierung nicht zu verlieren. Gül zeigt uns, wo es den besten Dürüm der Stadt gibt (70 cm!!) wir trinken Çay um Çay und fühlen uns dank ihr seit zwei Monaten Reisezeit einmal wieder fast wie zu Hause.

Wir bleiben nun etwas mehr als eine Woche in Istanbul erledigen Visa Anträge, planen die nächsten Etappen, entdecken die Stadt und erinnern uns bei einem Çay am Bosporus an die bereits erlebten Abenteuer...

Bis jetzt halten wir uns vor allem auf dem asiatischen Teil der Stadt auf, weil wir dort unsere Wohnung haben und der Stadtteil Kadiköy so viel zu bieten hat. Doch ab morgen stürzen wir uns ins Getümmel rund um die Hagia Sofia - denn unser Besuch aus der Schweiz ist unterwegs!!! 



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