Am Mekong 

Der grösste Fluss Südostasien übt auch auf uns seine Faszination aus. So entschließen wir uns, seinem Lauf Richtung Südosten auf thailändischer Seite zu folgen. Wir lernen das Leben im Isaan kennen und sehen dort Gummibaumplantagen, werden von Einheimischen zum Essen eingeladen und erklimmen die Stufen zum Wat Phu Tok - ob oben auch auf uns die Erleuchtung wartet?


Der Abschied vom bisher bereisten Land und das Entdecken der Sitten im nächsten Reiseland ist immer spannend für uns, so auch beim Grenzübertritt von Laos nach Thailand:

 

  • Aus arm wird reich (bzgl. Bildung, Strassen, Versorgung)
  • Aus Rechtsverkehr wird Linksverkehr
  • Aus Garagenlädeli wird 7/11 Supermarkt
  • Aus Landstraße wird Schnellstraße 
  • Aus hügeliger Karstlandschaft wird es topfeben
  • Aus kühl & nass wird warm und sonnig!!!

 

Wie meistens, wenn wir in einem neuen Land ankommen gehen wir es die ersten Tage ruhig an. So planen wir auch in Thailand kurze Etappen und lassen uns Zeit, um uns beispielsweise mit den Marktpreisen bekannt zu machen. Wir freuen uns, dass frische Früchte günstiger als noch in Laos erhältlich sind und beim Schlürfen einer Kokosnuss finden wir es auch nicht so tragisch, dass dafür das mit hohen Steuern belastete Bier umso teurer ist. Entspannt geniessen wir bereits am ersten Abend ein feines Thai Curry beim Sonnenuntergang über dem Mekong.

Von den Stunden im Sattel können wir nicht viel berichten, auf den flachen Strassen in top Zustand fliegt Kilometerstein um Kilometerstein an uns vorbei und so machen wir bereits kurz nach der Mittagspause Fyrobig.

So bleibt uns viel Zeit in das Leben des Isaan einzutauchen. Dies ist der Name der Region im Nordosten von Thailand welcher weniger Touristen anzieht als die paradiesischen Ferienziele im Süden. Wir sehen in der Provinz Bueng Khan wie sich ein Gummibaum an den nächsten reiht und lernen, dass die Kautschuk Produktion neben dem Reisanbau ein wichtiger Arbeitszweig der Bewohner ist. Dass für die Gummibaumplantagen wie auch für die Reisfelder grosse Flächen Urwald gerodet wurden ist leider die Schattenseite dieser Einnahmequelle.

Wat Phu Tok 

Um zum Gipfel zu gelangen wird der Berg sieben Mal umrundet, weil der Weg teilweise abgesperrt war haben wir die Abkürzung über die Treppen genommen. Ob dies der Grund war, dass die verheißungsvolle Erleuchtung bei uns ausblieb?


Anstelle des Nirwanas bleiben wir also im hier und jetz und erfreuen uns an den irdischen Gütern, auf welche die betenden Mönche in orange verzichten müssen. Während diese beispielsweise nur bis zum Mittag feste Nahrung zu sich nehmen und auf die Spenden der Gläubigen Dorfbewohner angewiesen sind legen wir mehrere Stopps in den leckeren Garküchen ein. Als wir bei einer solchen wie gewohnt nach gebratenem Reis fragen laden uns zwei Frauen kurzerhand zu sich nach Hause ein. Sie würden in der Nähe wohnen und sehr gerne etwas für uns kochen. Wir sagen natürlich nicht nein und sitzen bald bei Ihnen auf dem Tisch. Genau, auf dem Tisch... Zuerst haben wir uns auf den Betonboden vor dem niedrigen Tischlein gesetzt, auf Stühlen haben wir nach Verlassen des europäischen Kontinents länger nicht mehr gesessen, doch die beiden haben nur gelacht und gesagt, hier würden sie sich auf den Tisch setzen. Einmal mehr gilt: andere Länder, andere Sitten!

Dem Lauf des Mekong folgen wir noch so weit, bis er sich am östlichsten Punkt Thailands nach Laos verabschiedet. Ein letztes Mal schlendern wir im roten Abendlicht zufrieden der Flusspromenade entlang.

Wir sind also gut angekommen in Thailand und freuen uns auf weitere Tempelanlagen, das feine Nationalgericht Pad Thai ist uns noch nicht verleidet und bei den Schönheiten des Isaan tritt sogar der Wunsch nach Meer und Sandstrand wieder etwas in den Hintergrund. Und weiter geht's! 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hedi und Erwin Isler (Montag, 29 Februar 2016 17:00)

    Liebe zwei
    Man sieht euch meistens mit lachenden Gesichtern. Anscheinend geniesst ihr dieses Abstrampeln. Geniesst die asiatische Küche. Wir lieben sie....mmh. Das Musikvideo "she moves feat (fahraway) musste ja kommen. Wir hoffen sehr, dass du Christian deine liebe Lady Kathrin die letzten Meter ebenfalls auf deinem Fahrrad ans Ziel bringst. Liebi Grüess Hedi und Erwin