Im Osten der Türkei 

Ein Ort, der sich unter Wert verkauft, viele Geschenke in Erzurum und ein Berg der höher ist als alle, die wir zuvor gesehen haben.

Auf der Strecke nach Erzurum gibt es viel Natur, aber nicht mehr so viel Kultur zu sehen. So legen wir die Strecke ziemlich direkt in Richtung Ostanatolien. Bei genauem Hinsehen entdecken wir dann doch noch einen Ort, welcher auf der Karte mittels eines Sterns als "Sehenswert" gekennzeichnet ist - Divríği. Als wir das Höheprofil sehen, überlegen wir doch nochmal kurz, sollen wir wirklich?!

Ja! Allein schon die Abfahrt in das Dorf, tief im Tal lässt die Anstrengung vergessen. Und die sehr gut erhalte Moschee mit den imposanten Eingängen zeugt von dem immensen Reichtum des Bauherrn vor über 800 Jahren. Auch das angebaute "Mental Hospital" aus dieser Zeit lässt uns staunen. Und diese Moschee ist nicht das Einzige, das Divriği zu bieten hat. Auch wenn der Eingang etwas versteckt liegt finden wir den Weg hinauf zur alten Burg. Von dort oben geniessen wir den Ausblick auf die prächtige Moschee und das umliegende Tal. Im Dörfchen trinken wir Çay um Çay und geniessen die entspannte Atmosphäre inmitten der so freundlichen Bewohner. Divríği - definitiv sehenswert! Und der Weg hinein und hinaus ist zwar nichts für schwache Wädli, aber ebenfalls sehenswert.

Mit dem Wetter können wir uns noch immer glücklich schätzen. Am Morgen sind es meist angenehme 25 Grad und nachmittags schieben sich Gewitterwolken vor die strahlende Sonne. Bevor sich diese entladen sind wir meist schon im Trockenen. Und auch wenn das Thermometer über 30 Grad ansteigt, dank Fahrtwind weht immer ein Lüftchen um uns. Einzig bei steilen Anstiegen tropft der Schweiss aus allen Poren... In atmungaktiver Sportbekleidung alles kein Problem, doch von dieser müssen wir uns schon bald verabschieden.

Aus diesem Grund gibt es in Erzurum so allerlei nützliche Geschenke zu meinem Geburtstag: ein Schal (naja, Kopftuch triffts wohl eher) eine lange Bluse (nein, nicht körperbetont) und sogar Kopfhörer. Denn nach 100 Tagen habe ich zum ersten Mal Musik gehört während dem Fahren, und mit dem Beat der vertrauten Lieder im Ohr war die Passfahrt glatt ein Kinderspiel (naja,  fast zumindest). Doch das wohl beste Geschenk wurde mir in den Reisepass gestempelt: Das Visum für Iran!!!


Ramadan - der Fastenmonat der Muslime beginnt am 18. Juni 2015

Je östlicher wir reisen, umso mehr Muslime verzichten während 29 Tagen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Natürlich sind wir Christen von dieser Fastenzeit ausgeschlossen, trotzdem passen wir unseren Tagesrhythmus etwas an. Viele Geschäfte haben tagsüber geschlossen, und wenn uns die Eistruhen uns unterwegs anlächeln widerstehen wir trotzdem. Wir können nicht mit Genuss ein Glacé schlecken, während dem fastenden Muslime in der Hitze des Tages aufgrund der trockenen Kehle nicht einmal mehr das Wasser im Mund zusammenläuft... 

Wir warten also auch mit dem Znacht, bis der Muezzin die durstigen und hungernden erlöst. Wir nehmen die Anspannung um uns herum wahr und danach die grosse Erlösung, wir beobachten, wie das breitstehende Wasser reingekippt und das Essen herunergeschlungen wird. Und nach gefühlten 10 Minuten ist das Lokanta wieder leer, zurück bleiben leergeputzte Teller. Die Strassen, welche tagsüber verlassen wirken werden nach Sonnenuntergang wieder zu neuem Leben erweckt, und auch der Çay wird wieder an jeder Ecke ausgeschenkt. Und noch ein Ritual erleben wir in voller Lautstärke mit! In Erzurum werden wir mitten in der Nacht wach und fühlen uns wie in Basel während dem Morgenstreich. Musikanten ziehen mit Trommeln und Pfeifen durch die Gassen um die Fastenden zu wecken: kurz vor Sonnenaufgang gibt es nochmals eine Gelegenheit zum Essen - und die verschläft dank diesem Weckruf bestimmt keiner! 


Auf diesem Pass entdecken wir den grossen Ararat zum ersten Mal, auch wenn er sich zwischen Wolken & Dunst zu verstecken versucht. Am Fusse des Berges, mit 5137 m.ü.M. der höchste der Türkei,  verbringen wir unsere letzten Tage in diesem schönen Land. Bereits von weitem sehen wir diesen Vulkan, auch wenn er sich im Dunst versteckt. Majestätisch ragt er in die Höhe und sein Anblick stellt manch anderen Berg in den Schatten.

Bis hier hin gab es für uns (fast) immer und überall die Möglichkeit, via Skype, E-Mail oder weiteren sozialen Netzwerken mit Familie & Freunden in Kontakt zu bleiben. Wie es weiter geht ist noch ungewiss, möglicherweise funktionieren die uns bekannten Websites nicht mehr und auch der Zugriff auf unseren Blog wird eventuell gesperrt.

Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein neues uns so unbekanntes Land und melden uns, sobald möglich wieder!

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Ferien in Kappadokien 

Wir bestaunen die Formationen dieses Naturphänomens von hoch oben, von weit unten und sind immer wieder mitten drin! 

In Kappadokien stellen wir unsere Räder unter Dach und erkundigen die Umgebung größtenteils zu Fuss. Schon verrückt, normalerweise fahren wir den ganzen Tag Velo,  und legen daher relativ wenig Km gehend zurück - hier wandern wir den ganzen Tag und haben am nächsten Morgen tatsächlich Muskelkater! Am Anfang unserer Reise haben wir in größeren Städten jeweils noch nach Laufveranstaltungen Ausschau gehalten, nun wissen wir dass ein Lauf unsere Muskeln stark quälen würde. Und je weiter östlich wir reisen, umso ungewöhnlicher sind uns bekannte Volksläufe, da belassen wir es gerne beim Wandern und Velofahren. 


In Kappadokien wählen wir als Transportmittel auch mal einen Kleinbus oder sogar einen Heissluftballon! Für uns beide ist es die erste Fahrt und wir stellen den Wecker gerne auf 04.00 Uhr,  denn an diesem Morgen dürfen wir den Sonnenaufgang hoch über den Tälern von Kappadokien miterleben. Bei bester Wetterlage sind wir glücklich über dieses wunderbare Erlebnis! 

Wir sehen von oben die verschiedenen Valleys: Love Valley, Rose Valley, Pigeon Valley und wie sie alle heissen.

In den folgenden Tagen nehmen wir den Muskelkater gerne in Kauf um diese aus nächster Nähe zu bestaunen. Unsere Wanderungen führen uns auf verschlungenen und nicht klar signalisierten Wegen mitten durch diese einzigartige Kulisse. Da die Veranstalter lieber geführte Reitausflüge und Touren mit Roller oder ATV verkaufen ist eine brauchbare und zuverlässige Wanderkarte nämlich nicht aufzutreiben... Eine Tour buchen wir dann doch auch noch, diese bringt uns unter anderem in eine von über 30 unterirdischen Städte. Bis zu 50 Meter steigen wir in die Tiefe um dort in einem Labyrinth von Gängen und Höhlen zu landen. Gerne folgen wir unserem Guide um uns nicht zu verirren!

So genießen wir unsere Ferientage in vollen Zügen und gönnen uns auch ein schönes Hotel. In den Restaurants essen wir lokale Spezialitäten wie beispielsweise ein Gericht, das im Tontopf serviert wird, welcher dann am Tisch zerschlagen wird. Zum Essen trinken wir auch wieder einmal Wein, dieser ist sonst im muslimischen Land meist schwierig aufzutreiben doch im touristischen Kappadokien auf jeder Getränkekarte zu finden. Denn im östlichen Nachbarland ist der Alkohol dann definitiv tabu - in den nächsten zwei Wochen geht es aus Sicherheitsgründen auch unseren Appenzeller an den Kragen! 

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Ersatzteilsuche in Kayseri 

Wir waren in allen Velogeschäften in Kayseri und haben das beste bestimmt. Dort wird nicht nur bei der Beschaffung von Ersatzteilen ganzer Einsatz geleistet, sondern auch Kost & Logis angeboten.

Da wir wie beschrieben gemerkt haben, dass wir (Kathrin) einen höheren Verschleiß der Bremsbeläge haben, machen wir uns in Kayseri auf die Suche nach Ersatzteilen. Eines der größeren Fachgeschäfte der Türkei soll uns dabei behilflich sein. Denn je weiter östlich wir fahren desto schwieriger stellen wir es uns vor, die von uns gewünschten Teile aufzutreiben.  

08.30 Uhr:

Eine gängige Zeit, um ein Fachgeschäft zu öffnen, bei unserer Ankunft stehen wir jedoch vor verschlossenen Türen.

 

09.30 Uhr:

Geduld ist nicht unsere Stärke, aber was ist schon eine Stunde Wartezeit? Müssten wir irgendwo in Kirgistan auf ein Päckli warten, würde dies wohl mehrere Wochen dauern.

 14.00 Uhr: 

Velofahren werden wir heute nicht mehr, lieber verstauen wir unser Gepäck im Bikeshop und radeln zu Kadir nach Hause. Er versüßt uns die Wartezeit mit Çay und Gebäck. 


15.30 Uhr: 

Wenn wir schon mal in einer Stadt sind, machen wir uns doch noch zu weiteren Besorgungen auf. Auch Sightseeing in Kayseri inklusive Stadtmauer, Bazar und Luxus Kebab passt prima ins Programm.


20.00 Uhr:

Zurück bei Kadir, unserem wunderbaren Gastgeber verbringen wir einen gemütlichen Abend. Er kocht für uns und wir reden über Gott & die Welt. Bei einem muslimischen Kurden und zwei christlichen Schweizer entstehen spannende Gespräche. Dankbar für den schönen Abend legen wir uns schlafen. 

10.30 Uhr:

Da! Es kommt ein sportlich aussehender Türke angeflitzt auf seinem Bike - "Hoşgeldiniz, Come in!" Naja, nur blöd dass er den Schlüssel vergessen hat. Also dann, warten und Çay trinken. 


11.00 Uhr:

So, wir treten ein! Hübsches Geschäft, und schnell entdecken Christian's geschulte Augen die passenden Shimano Bremsbeläge - doch leider ist nur noch ein Satz übrig, ein Lager ist nicht vorhanden. Der nächste (englischsprechende) Mitarbeiter kommt zur Hilfe und sie inspizieren alle Velos im Geschäft ganz genau, sind evtl. die gewünschten Beläge an einem neuen Velo montiert? So bauen sie voller Elan mehrere Bremsbeläge aus - leider ohne fündig zu werden.   


12.30 Uhr:

Kadir schnappt sich ein Velo und zusammen mit Christian werden alle anderen Geschäfte in Kayseri abgeklappert. Doch leider bleit auch diese Suche erfolglos und wir entscheiden uns, die gewünschte Ware aus Ankara zu bestellen. Wenn schon denn schon - zwei Ersatzpneus legen wir auch noch in den Warenkorb, so lohnt sich die Bestellung so richtig.


Tag 2

09.30 Uhr: 

Und wieder sitzen wir beim gemeinsamen Essen, Kadir bereitet uns ein kurdisches Frühstück zu und erkundigt sich, wo unsere Ware sich befindet. Und dann geht's ganz schnell, ab in den Laden und unsere Velos beladen. Doch dort angekommen stehen wir - wieder - ohne Schlüssel vor verschlossenen Türen!

12.00 Uhr: 

Etwas mehr als 24 Stunden nach unserer Ankunft im Bikeshop sind wir glücklich und abfahrbereit. Unsere Ausrüstung ist um genügend Bremsbeläge und zwei Schwalbe Marathon Pneus reicher, danke für den grossen Einsatz und auch die Gastfreundschaft von Kadir! Ohne ihn wäre es definitiv nicht so schnell gegangen.

Jetzt wären für heute nur noch 120 Km mit so einigen Höhenmetern unter die Räder zu nehmen...

 

 

 


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Schwarzmeerküste: Auf und Ab

Nur wenige Fahrstunden von der stadt entfernt finden wir uns inmitten von Haselnussplantagen wieder. Kleine Siedlungen verschwinden fast im Grün der üppigen Landschaft und geben uns mit den alten Fachwerkhäusern bereits einen Vorgeschmack auf Safranbolu. 


Wer denkt, dass wir es uns einfach machen wollten und eine flache Route entlang der Küste gewählt haben, der irrt sich! Bereits unsere Recherchen haben ergeben, dass wir auf dieser Strecke mit einigen Steigungen rechnen müssen. "Ach was! Nach der langen Pause sind wir Top erholt und schaffen das bestimmt!"...Wir wissen jetzt, was mit "extrem steile Steigungen" gemeint ist (16%) oder auch wie sich "lange steile Steigungen" anfühlen.

Doch es ist ja genau das, was wir auf dieser Reise erfahren möchten: anspruchsvolle Etappen durch schöne Landschaften, welche uns auch physisch herausfordern. Das Risiko von weiss markierten Wegen auf der Landkarte eingehen und das Velo auch mal einen steilen Kiesweg hochschieben zu müssen... Oder auf Landstraßen vom Bauern angehalten zu werden, um 2 Km weiter von ihm und seiner Familie mit so viel türkischer Gastfreundschaft empfangen zu werden.

Wir sind jedoch sehr glücklich mit unserer Wahl und haben mit dem Schwarzen Meer ein weiteres Weltmeer gesehen und zumindest die Füße im noch kalten Wasser gebadet.

Die sehr üppige, grüne Landschaft wird landwirtschaftlich für den Anbau von Tee und Haselnüssen genutzt. Achtet beim nächsten Verzehr der gesunden und schmackhaften Nüssen auf die Herkunft, vielleicht wurden sie an der Schwarzmeerküste geerntet?

Die kleinen Siedlungen unterwegs bestehen größtenteils noch aus sehr alten Fachwerkhäuser. In Safranbolu erfahren wir mehr zu der Geschichte und dem Leben in diesen Häusern vor mehr als 200 Jahren. In dieser Stadt sind nämlich noch besonders viele solcher Häuser gut erhalten, wodurch sie im Jahr 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe gekürt wurde.

Nur etwa 300 Km süd-östlich kommen wir bereits zum nächsten Punkt, welcher als "Sehenswert" auf unserer Karte markiert ist. Hattuşa - die hethitische Stadt der Götter und Tempel ist heute zwar nur noch in ihren Grundmauern erhalten, doch noch immer werden neue Funde durch das Deutsche Archäologische Institut freigelegt. Diese werden hauptsächlich im Museum von Ankara ausgestellt, in Hattuşa selbst sind meist nur Repliken zu sehen. Dennoch ist es spannend, entlang der Ruinen zu laufen, zumal wir auch diesen Ort kaum mit anderen Touristen teilen müssen. 

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Big City Life

Wir finden Ruhe und Erholung, in einer Stadt wo man sich in Menschenmassen verlieren kann. mit Quöllfrisch und Jasskarten fühlen wir uns wie zu HAUSE. 

Die gemeinsame Zeit mit Mami und Reto haben wir sehr genossen. Das Schlendern durch den Bazar, die Fahrt auf dem Bosporus und natürlich das Jassen im Rosengarten hat uns sehr gefreut.  Danke, dass ihr durch euren Besuch einen Teil unserer Reise geworden seid!

In Istanbul haben wir uns auch viel Zeit genommen, unsere Weiterfahrt zu planen. So gehörte zum Beispiel der Besuch bei dem Konsulat von Usbekistan (ganz im Norden der Stadt) zum Programm. Das Visum können wir dann hoffentlich in Erzurum entgegennehmen. Das Visum für Tajikistan wurde uns direkt vor Ort auf dem Konsulat (ganz im Westen der Stadt) in den Pass gestempelt. Für das iranische Visum haben wir immerhin bereits die Passfotos gemacht und eine Referenznummer bestellt. Wie ihr also erkennen könnt hat jedes Land seine eigenen Bestimmungen, welche auch ständig angepasst werden. Das Internet und der Kontakt mit anderen Reisenden sind uns bei der Informationsbeschaffung eine große Hilfe.


Danke Turgut für deine Gastfreundschaft! In deiner Wohnung konnten wir unsere Strassenkarten ausbreiten, Wäsche waschen, Fotos sortieren und - wie beschrieben - so einige Informationen zusammenstellen. Nach etwas mehr als einer Woche war es jedoch an der Zeit, weiterzureisen. Das Velofahren habe ich schon etwas vermisst, und es wäre ja schade, wenn die Beine wieder an Umfang bzw. Muskulatur verlieren würden! Die Schwarzmeerküste soll uns gemäss "Radreiseführer" so einige Steigungen bereit halten. Na dann, noch etwas süßes Gebäck reinhauen und los geht's! 

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Istanbul 

Mit der Fähre von Tekirdağ via Marmara Insel nach Istanbul - zwei Monate Reisezeit sind vorbei und wir sind in der Stadt am Bosporus angekommen.

Bereits in Tekirdağ waren wir unsicher, ob es für uns mit den beiden Velos eine Möglichkeit gibt, auf dem Wasser nach Istanbul zu gelangen. Auf der Karte sind Fährverbindungen eingezeichnet, doch einen Fahrplan oder Ähnliches haben wir vor Ort nicht gefunden. Mangels türkischer Sprachkenntnisse haben wir uns dann auf Fingerzeichen verlassen, und siehe da: wir haben die Fähre erwischt und tuckerten gegen Abend auf die Marmara Insel zu!

Es ist eine kleine Insel im Marmara Meer welche sehr bekannt ist für den Abbau von Marmor. Bereits im Nachbarland Griechenland haben wir Werbeanzeigen für diesen Marmor gesehen. Im Sommer wird die Insel dann auch von Badegästen besucht, diese geniessen die entspannte Atmosphäre fernab vom Trubel der Städte. Auch wir freuen uns nochmals auf Natur und Ruhe, bevor es am nächsten Tag ins laute, pulsierende und hektische Istanbul gehen soll.

Doch wird es das wirklich? Der Hotelbesitzer hat uns nämlich mit grosser Bestimmtheit versichert, dass das Schnellboot nur Personen und keine Fahrräder transportiert... Oh je, müssen wir tatsächlich wieder zurück nach Tekirdağ, um dort einen Bus nach Istanbul zu besteigen? Ach was, so ein kleines, kompaktes Velo wird doch bestimmt ein Plätzchen finden auf der Fähre... Und wir haben Glück, denn am Billettschalter erfahren wir, dass das Schnellboot 3 Fahrräder an Bord erlaubt. Und so erreichen wir ganz bequem, nach einem lohnenswerten Abstecher auf die Marmor Insel, die 14 Millionenmetropole Istanbul!


Wir freuen uns sehr, dass alles so gut geklappt hat und die Freude ist auch gross beim Wiedersehen mit unserer Freundin Gül! Sie hat uns eine Unterkunft organisiert und hilft uns dabei, die Orientierung nicht zu verlieren. Gül zeigt uns, wo es den besten Dürüm der Stadt gibt (70 cm!!) wir trinken Çay um Çay und fühlen uns dank ihr seit zwei Monaten Reisezeit einmal wieder fast wie zu Hause.

Wir bleiben nun etwas mehr als eine Woche in Istanbul erledigen Visa Anträge, planen die nächsten Etappen, entdecken die Stadt und erinnern uns bei einem Çay am Bosporus an die bereits erlebten Abenteuer...

Bis jetzt halten wir uns vor allem auf dem asiatischen Teil der Stadt auf, weil wir dort unsere Wohnung haben und der Stadtteil Kadiköy so viel zu bieten hat. Doch ab morgen stürzen wir uns ins Getümmel rund um die Hagia Sofia - denn unser Besuch aus der Schweiz ist unterwegs!!! 



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